NACHRUF
zum Tode unseres Autors – des Dramatikers JOCHEN BERG


Der Verlag EDITION VOGELMANN trauert um Jochen Berg, den Freund, den Menschen, den außergewöhnlichen Künstler.

WAR ER GEÄCHTET?
"doch ist im eigen lande heimatlos
der ohne tat sein leben fristen
muß und ist sich fremd in jedem land
das meint ihn nicht zu brauchen."
Iphigenie in "Im Taurerland" von Jochen Berg

WAR ER ERSCHÖPFT?
"was sich öffnet blüht.
was sich schließt verkümmert;
stimmst du mit uns nicht überein such dir ein anderes volk."
Barbas in "Im Taurerland" von Jochen Berg

WAR ER WAHNSINNIG?
"wahnsinn wäre auf den wahn zu bauen."
Pylades in "Im Taurerland" von Jochen Berg

WIE AUCH IMMER -
"die zeit ist abgelaufen
es wankt die welt. man hat die tat verbannt"
Orest in "Im Taurerland" von Jochen Berg

Tetralogie

Jochen Berg, geboren 1948 in Bleicherode (Südharz) starb am 25. Juni 2009 in Berlin.

Frank Töppe – engster Freund, zeitlebens seiner Kunst und in der Kunst eng mit ihm verbunden, Begründer dieses Verlages, verstorben 1997 – über ihn: "Berg lässt dem Wort wieder Sinnlichkeit zukommen; es bildet Bilder, Metaphern, Konfigurationen; und dies als Wort und als Idee und als Klang."...

...und über sein Hauptwerk TETRALOGIE, erschienen im Verlag Edition Vogelmann:
"Berg […] nimmt das menschliche Verlangen, das in jenem argivischen Geschlecht (der Tandaliden, d. Red.) offenbar ist und jenseits aller übertretungen / so die Lehre des Alten / doch wieder zum Schicksal führt, und stellt es aus uns:: für uns wieder her, ein Panorama des Mensch=Sein zu offerieren, daran wir unser Hier=Sein erfahren mögen: es ist wie je ein Zeitalter der Kriege und Nachkriege, der sich gegenbestimmenden Generationen in ihrer Suche nach Identität."

"niemand entgeht seinen werken."
Apollon in "Im Taurerland" von Jochen Berg

Meerbusch bei Düsseldorf im Juni 2009
Gisela Churs




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